Podcast-Reihe 2026

35. Folge: Edometriose


Bei Endometriose handelt es sich um eine (gynäkologische) Erkrankung, die in erster Linie die Gebärmutter betrifft und Beschwerden wie eine verlängerte Menstruation und Schmerzen im Unterleib verursacht. Endometriose kann sich bei 7 bis 15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter bzw. Menschen mit Gebärmutter entwickeln. Auch andere Organe können betroffen sein. Dabei siedelt sich Gewebe, das dem der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, auch an verschiedenen anderen Organen an. Hierdurch kann es an den betroffenen Geweben zu Entzündungen und zur Bildung von Zysten kommen, die unter Umständen starke Schmerzen verursachen. Die Diagnose erfolgt in der gynäkologischen Praxis und eröffnet verschiedene Therapieansätze.

An jedem 2. Montag im Monat trifft sich seit Jahren eine Selbsthilfegruppe Endometriose im Frauenzentrum Weiberwirtschaft. Wie es zu dieser Gruppe kam und um was es bei diesen monatlichen Treffen geht – darüber spreche ich mit zwei der Organisatorinnen…

Endometriose

36. Folge: Kids and Cake - und noch mehr


Eine Veranstaltungsreihe für queere Familien gibt es im Dornrosa e.V. schon viele Jahre. Zum Kids & Cake Café laden wir queere Eltern und all jene ein, die vielleicht einmal queere Eltern werden wollen – ganz gleich welcher Familienkonstellation: ob Allein-, Zu-Mehreren- oder Noch-nicht-Erziehende, Pflege- oder Adoptiveltern, sowie alle, die sich angesprochen fühlen und Interesse an einen Austausch haben. Bei den monatlichen Treffen geht es darum, Wissen zu Themen wie Kita, Schule und Gesundheit in der Gruppe zu stärken und mehr Leute aus der Gruppe zu befähigen, andere queere Menschen mit Kinderwunsch auf ihrem Weg zu unterstützen. In der Gruppe geht es zudem darum, sich auch weiterzubilden und auszutauschen über den Umgang mit ökonomisch prekären Situationen in der Elternschaft, zu Anfeindungen und Phobien im Alltag sowie zu den Themen Sicherheit und Selbstschutz. Über all das spreche ich mit den Organisatorinnen Anke und Helen…


Kids and Cake

37. Folge: Queere DDR-Literatur?


Auch wenn sie meist unsichtbar bzw. versteckt war – es gab auch in der DDR queere Literatur: queere Romane, Erzählungen, Gedichte und Geschichten. Weil es bisher keinen systematischen Überblick dazu gab, machte 2024 die Tagung „Queere DDR-Literatur“ an der Universität Regensburg einen ersten Schritt dazu. Die Wissenschaftlerin Franziska Haug hat daraus resultierend das Buch „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ herausgegen, welches der Mitteldeutsche Verlag bei der desjährigen Leipziger Buchmesse vorstellte. Es geht um Leben und Werk von Christa Wolf, Christa Reinig, Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Franz Fühmann, Erich Loest oder Norbert Marohn.  Mit Franziska Haug, die ich bei einer Veranstaltung in Berlin getroffen habe, konnte ich über das Thema und das Buch sprechen.

Queere DDR-Literatur?

38. Folge:  Pioneering Women


Nachdem schon 9 Banner im Löwengebäude der MLU zu sehen waren, sind ab 4.3. bis zum 30.4. alle 14 Porträts einer tollen Ausstellung, die herausragende Wissenschaftlerinnen der Geschichte in neuer Form würdigt, in der 1. Etage des Ratshofes zu sehen. Das Graduiertenkollegs 2670 „Beyond Amphiphilicity (BEAM)“ der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg hat dafür mithilfe von Künstlicher Intelligenz Portraits erschaffen, um Wissenschaftlerinnen eine Präsenz zu geben, die vielen von ihnen zu Lebzeiten verwehrt wurde. Denn während Bilder von Albert Einstein oder Isaac Newton weltweit bekannt sind, fehlen von vielen bedeutenden Forscherinnen der Chemie Physik oder Mathematik oft jegliche Darstellungen. Die Künstlerin Gesine Born hat diese Bilder ins Leben gerufen. Zu sehen sind unter anderem Ada Lovelace, die als erste Programmiererin der Geschichte gilt, die Astronomin Caroline Herschel sowie die in Hallen als erste Frau promovierte Ärztin Dorothea Erxleben, Pionierin der modernen Medizin. Um eine Brücke zur Gegenwart zu schlagen, präsentiert die Ausstellung neben den historischen Persönlichkeiten auch Portraits aktueller Doktorandinnen des Graduiertenkollegs. Über die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, die Auswahl der Forscherinnen und darüber, wie diese wichtige Arbeit evtl. weitergeführt wird, spreche ich mit Dr. Imme Sakwa-Waltz und Professorin Rebecca Waldecker.


Dieser Beitrag ergänzt die Sendung FrauenLeben vom 18.4.2026.

Pioneering Women

39. Folge:  Gehen wollen bleiben sollen


Während der diesjährigen Leipziger Buchmesse habe ich bei einer Lesbischen Buchnacht-Lesung in der FRAUENKULTUR eine Autorin aus dem „lesbischsten Viertel von Köln“ kennengelernt. 

Sie hat dort aus ihrem dritten Roman „Gehen wollen bleiben sollen“, erschienen beim Querverlag, gelesen. Nach dem Lesen des Buches habe ich die Gelegenheit genutzt, mit Sophie Herrndorf über den Roman und ihr Schreiben – ebenso aber auch über ihr Engagement als Klimaaktivistin bei der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion Deutschland und als Grundschullehrerin an einer besonderen Schule in Nippes zu sprechen. 

Gehen wollen

40. Folge:  Die Viefältige


Zum sechsten Mal fand am 29. Mai im Domstadt-Kino und am 30. Mai im Mehrgenerationenhaus am Roßmarkt das queere  Kultur- und Bildungsfestival in Merseburg „lücken_los“ statt. Die 

Veranstaltung, organisiert vom sowas e.V., bot wieder ein vielfältiges Programm mit Workshops, Vorträgen, Lesungen und Raum für Vernetzung und Spaß mit den Schwerpunkten Feminismus, queere Themen, Bildung, Kunst, Musik und Tanz. Von Anfang an bin ich für den Dornrosa e.V. aktiv dabei. In diesem Jahr u.a. beim Vortrag von Daniela Döring „Lücken finden_Lücken feiern: Für eine (queer-)feministische Erinnerungspraxis!“. Zuvor aber nahm ich an der Lesung „Failing Gender, Failing the West: Ein Clown entdeckt Ertrinken als Ausweg“ von Tija (Uhlig) teil, die in ihren Texten – egal, ob Szenen, Erzählungen, Gedichten oder auch Comedy - ihre Erlebnisse als transgeschlechtliche Lesbe der (Nach-)Wendezeit verarbeitet. Habe die Gelegenheit genutzt, sie zum 

Gespräch über ihre Texte und vielfältigen Aktivitäten einzuladen…

Die Vielfältige

41. Folge:  Wendeweiber 


Vor 36 Jahren fiel die Mauer, seit 35 Jahren ist Deutschland wiedervereint – und doch ist noch immer von „dem Osten“ und „dem Westen“ die Rede. Im Podcast ‚Wendeweiber‘ erzählen Frauen, wie ihr Leben während und nach der Teilung verlief, was sich verändert hat und was sie bis heute prägt. Dabei geht es um Arbeit und Alltag, Kindererziehung und Kultur oder die Nachwirkungen von Flucht und Haft. Carolin Hasse und Caroline Kraft wurden nach dem Mauerfall geboren - eine im Osten, eine im Westen. Sie sprechen mit Frauen aus beiden Teilen Deutschlands über ihre Erfahrungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten – und darüber, was die Teilung bis heute für sie bedeutet. Jeden Monat gibt es ein neues Interview. Anfang Juli war ich Gesprächspartnerin und erfuhr auch einiges über die beiden Podcasterinnen…