A K T U E L L E S


Projekt ‚Erarbeitung einer Wanderausstellung „Verfolgte – vertriebene – vergessene Frauen“‘

Kontaktperson/Projektleitung:  Prinz, Elke 

(Tel.: 0345-2024331,  prinz-elke-frauenzentrum@web.de)

Bei der Aufarbeitung der NS-Verfolgungen sind die Frauen bisher zu kurz gekommen: Jüdinnen, Antifaschistinnen oder aus dem ‚feindlichen Ausland‘. Sie wurden verfemt/durch Berufsverbote in ihrer Arbeit behindert. Die Nazis beschlagnahmten auch ihre Bücher aus Bibliotheken, Buchhandlungen und Antiquariaten und verbrannten sie am 10. Mai 1933 öffentlich. Ebenso wurden ihre Werke aus Galerien und Kunstsammlungen entfernt, um ihre Namen aus dem Gedächtnis der Menschen zu löschen. Sie wurden verfolgt, ins Exil vertrieben und teilweise sogar umgebracht… Wir wollen möglichst viele Frauen dem Vergessen entreißen: Durch Spurensuche in Archiven, Museen und Gedenkstätten sowie thematische Rundgänge (Berlin/Weimar), Workshops, Vorträge und Medienarbeit erforschen die Jugendlichen die NS-Zeit und dabei insbesondere das Leben/Schicksal betroffener Frauen, setzen sich zugleich aber auch mit den Mechanismen von Ausgrenzung, Faschismus und Verfolgung auseinander.

In Berlin machen wir auf den Spuren von bspw. Else Lasker-Schüler oder Mascha Kaléko Geschichte erlebbar. In Weimar erfahren wir etwas über Bauhausfrauen, wie Lucia Moholy-Nagy, Friedl Dicker, Otti Berger, Grete Stern oder Marguerite Friedländer. Wir erforschen das Schicksal von Literatinnen wie bspw. Milena Jesenská, Maria Leitner, Lili Grün, Gertrud Kolmar, Elise Richter, Rose Ausländer, Selma Meerbaum oder Hedwig Dohm.

Am Ende der ersten 12 Monaten gibt es eine erste Radiosendung über die Arbeit am Projekt. Es wird ein Flyer mit den Zwischenergebnissen, eine PowerPoint-Präsentation und ein Katalog „V³-Frauen“ erarbeitet. Diese Materialien sind zukünftig im Unterricht einsetzbar.

Nach dem Abschluss des zweiten Projektjahres wird die erarbeitete Wanderausstellung nach ihrer Präsentation an einem prominenten Ort in Halle über kommunale Gleichstellungsbeauftragte, die Landeszentrale für politische Bildung, den LandesFrauenRat Sachsen-Anhalt e.V. (LFR) und andere Multiplikator*innen in Städten, Schulen, Universitäten und anderen geeigneten Orten in Sachsen-Anhalt – aber auch bundesweit – gezeigt. Die Koordinierung des Verleihs wird durch den Dornrosa e.V. Halle erfolgen.

 

 

 


Ausstellungseröffnung

Freitag, 10.08.2018     18.00 Uhr

Die Mütter des Grundgesetzes

60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik präsentierte das Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Ausstellung  die vier „Mütter des Grundgesetzes“. Gezeigt werden Lebensbilder der Poli­tikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel.

Sie haben als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Ent­stehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen. „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ – so lautet Artikel 3, Absatz 2 des

Grundgesetzes. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Par­lamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung starkmachten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Eine Ausstellung des Helene Weber Kolleg und der EAF Berlin e.V.

In Kooperation mit dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt.


Spieleabend (Frauen only)

Samstag, 18.08.2018  19 Uhr

Kicker, Billard, Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Gedankenkonstrukte... oder einfach zusammen klönen bei Tee, Bier oder Wein. Spiele sind vorhanden, dürfen aber unbedingt auch zahlreich mitgebracht werden.

Spielbegeisterte Frauen schaut bei uns rein – ihr seid herzlich willkommen!


Feministischer Lesekreis

Dienstag, 21.08.2018

19.00 Uhr

Was ist eigentlich alles Feminismus und was geht uns das an? So könnte man die Fragen zusammenfassen, mit denen wir uns jeden 1. und 3. Dienstag im Monat einen Text aus unterschiedlichsten Strömungen des Feminismus vornehmen, lesen und diskutieren. Wir suchen Orientierung im weiten Feld der feministischen Theorien und daran anknüpfender Herrschaftskritiken wie Black Feminism, Queer Studies und sozialistisch/marxistischer Feminismus. Wir versuchen, uns gemeinsam über Begriffe klarzuwerden und Bezüge zu unserem eigenen Leben herzustellen.

Ihr seid herzlich eingeladen, euch mit auf die Suche nach einem eigenen Zugang zum Feminismus zu machen!


Buchvorstellung und Diskussion „Lesben raus!“

Mittwoch, 22.08.2018   19.00 Uhr

Lesbische Präsenz ist in der Öffentlichkeit immer noch selten wahrnehmbar – es heißt sogar, Lesben* seien unsichtbar und eine aussterbende Identität. Gerade junge Frauen scheinen heute eher die Selbstbezeichnung „queer“ zu bevorzugen, als dass sie sich „Lesbe“ nennen.

Die Herausgeberin STEPHANIE KUHNEN hat sich gemeinsam mit 27 weiteren Autor*innen auf die Suche nach Antworten gemacht: Wo sind die lesbischen Frauen? Welche Vorteile – oder Nachteile – bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden? 


Film- und Diskussionsabend

Freitag, 24.08.2018     17.00 Uhr

Der Tag an dem ich zur Frau wurde

(Roozi khe zan shodam) Iran 2000, Regie: Marzieh Meshkini, Buch: Mohsen Makhmalbaf, Marzieh Meshkini

Originalsprache: Persisch, englische Untertitel

Marzieh Meshkinis Debütfilm handelt von drei Frauen, drei Lebensabschnitten und drei Schicksalen. Und er handelt von etwas, das für iranische Frauen keineswegs selbstverständlich ist: dem Recht auf Selbstverwirklichung in einer patriarchalisch-religiösen Gesellschaft.

Drei Episoden über Frauen in unterschiedlichem Alter auf der iranischen Insel Kish im Persischen Golf: Da ist zum Hava, die an diesem Tag ihren neunten Geburtstag feiert. Eigentlich ein schöner Tag, aber nicht für Hava, die nicht mehr mit ihrem Freund Hassan spielen darf - mit neun Jahren gilt sie schon als Frau, muß den Tschador tragen und sich von den Jungen fernhalten. Sie bittet um einen Tag Aufschub... Ganz andere Probleme hat die schwarzverhüllte Yahoo, die an an einem Fahrradrennen teilnimmt. Doch die Männer wollen sie davon abhalten... In der letzten Episode geht eine alte Frau shoppen und findet sich nach einem anstrengendem Tag mit Möbeln, Elektrogeräten und Haushaltsgeschirr in grotesker Häufung am Strand wieder...

Drei Frauen, drei Lebensabschnitte, drei Schicksale - eindringlich, surreal und tragikomisch. Der Debütfilm von Marziyeh Meshkini, Ehefrau des bekannten iranischen Regisseurs Mohsen Makhmalbaf, gewann nach seiner Premiere beim Filmfestival von Cannes zahlreiche internationale Preise, darunter den Silbernen Hugo beim Chicago International Film Festival, den FIPRESCI-Preis in Oslo, den New Currents Award beim Pusan International Film Festival in Korea und drei Auszeichungen bei den Filmfestspielen von Venedig.

Nach dem Film geben wir die Möglichkeit mit einer Referentin zu diskutieren oder einfach nur in das Gespräch zu kommen.

In Kooperation mit DaMigra e.V.   Geschlossene Veranstaltung

 Trailer

 


Kids & Cake Café - Queere Elternschaft

Freitag, 31.08.2018, 16-19 Uhr

Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Karl-Liebknecht-Straße 34, 06114 Halle

Zum Kids & Cake Café laden wir queere Eltern und all jene ein, die vielleicht einmal queere Eltern werden wollen – ganz gleich welcher Familienkonstellation: ob Allein-, Zu-Mehreren- oder Noch-nicht-Erziehende, Pflege- oder Adoptiveltern, sowie alle, die sich angesprochen fühlen und Interesse an einem Austausch haben. Ganz besonders möchten wir damit lesbische, schwule, trans*, bisexuelle und queere Menschen ansprechen. Wir streben an, zukünftig mit einem Beratungs- und Bildungsangebot aufwarten zu können. Bis dahin wollen wir euch eine Plattform zum Erfahrungsaustausch, Kennenlernen und Informieren bieten.

Kontakt: kids-and-cake@posteo.de

queerfamilyhalle.wordpress.com


Manuela Kay zu Gast bei Dornrosa e.V. in Halle

Freitag, 31.08. 2018      ab 19.00 Uhr

Sie ist Journalistin, Moderatorin, Autorin, Verlegerin, Übersetzerin, Filmproduzentin und und … Sie versteht sich als radikale Feministin und engagiert sich für lesbische Sichtbarkeit, Feminismus und LGBTI-Rechte.

Interessierte können in ihren Büchern und aktuellen Lmags stöbern und  Manuela Kay befragen: zu ihrer Arbeit und ihrem politischen Engagement …

Eine Veranstaltung im Rahmen der CSD-Wochen