Imagekampagne für Alleinerziehende

Im Frühjahr 2010 hat der Dornrosa Verein in Kooperation mit dem Landesfrauenrat in den Franckeschen Stiftungen Halles eine zweitägige Veranstaltung durchgeführt, mit der wir darauf abzielten, die Ausstellung in den Kontext des gleichzeitig politisch virulent gewordenen Schwerpunkts - „soziale  Unterstützung für Alleinerziehende“ - zu stellen.

Dank der Unterstützung der Ministerin, Frau Prof. Angela Kolb, konnten wir die Ausstellung im Dezember bis Januar 2011 im Justizzentrum der Landeshauptstadt zeigen, die auch durch die Ministerin eröffnet wurde, womit sie zeigte, dass sie dem Projekt eine wichtige politische Dimension zumisst.

Wir sind der Meinung, so eine bildmächtige Aussage sollte in den öffentlichen Raum, sollte dort für die Leistungen der Einelternfamilien stehen, analog zu anderen landesweiten oder bundesweiten Imagekampagnen.

Denn in der gesellschaftlichen Wahrnehmung sind Alleinerziehende oft mit dem Ettikett des „Mangels“ - als  Empfängerinnen von Transferleistungen, jung, alleinerziehend, ohne Ausbildung – behaftet. Die große Mehrheit der Einelternfamilien regelt ihre Lebenssituation nicht mit Gefühl des Scheiterns. Allerdings, die Armutsrisiken und Ausgrenzungen, die für die Einelternfamilien bestehen und die vielfach mit subtilen Diskriminierungen verbunden sind, ergeben sich unter anderem aus der Nichtwahrnehmung und Ausblendung ihrer speziellen Lebensproblematik.

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